Abenteuer in grau

Ich bin ja trotz diverser genähter Röcke und Kleider doch immer noch ein Jeans-und-T-Shirt-Mädchen geblieben. Da liegt es nahe auch endlich mal passende T-Shirts selbst zunähen. Natürlich auch hier nach meinen eigenen Maßen, das soll ja schliesslich ordentlich passen.
Gearbeitet habe ich nach diesem Blogpost, und wie immer in Valentina. Wenn ich die Wahl habe im sitzen am PC zu arbeiten oder mit einem viel zu kurzen Lineal und Geo-Dreieck auf einem Stück Papier rum zumalen, naja sitzten!

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Der erste Versuch war schonmal garnicht schlecht. Die Armlöcher waren nicht tief genug. Es hat zwar nicht gezwickt unter den Achseln, aber die Falten so neben der Brust waren jetzt auch nicht das Wahre.

Beim zweiten Versuch hab ich dann die Armlöcher 2cm runter gesetzt und neue Ärmel gemalt.
Passt diesmal super und ich bin voll zufrieden. Mit dem Schnitt kann ich jetzt in Produktion gehen, oder Abwandlungen basteln.

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Der Stoff mit den Vögeln war ein absolutes Schnäppchen was ich im Urlaub bei meinen Eltern im Stoffladen gefunden hatte. Wenn der eh schon reduzierte Rest von 1,8m auch noch um 50% reduziert ist, kann man nichts falsch machen. Eigentlich hätte ich sogar genug Stoff für Ärmel und Ausschnitt gehabt, aber ich fand das Muster so unruhig, dass das Shirt etwas ruhige brauchte und ich hatte noch was vom ersten Shirt über. Den Stoff hab ich am Maybachufer gekauft, und war eigentlich nur zum testen gedacht, passte aber super zum Rest.
Das Nähgarn war übrigens auch grau, also wenn mans mischt. Ich war zu faul den Unterfaden zu wächseln und hab unten mit weiß und oben mit schwarz genäht!

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Ich und die Comics. Wie alles begann.

An diesem Beitrag ist die DanielaKayB schult, nur damit ihrs wisst!

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Ich kann mich eigentlich an keine Zeit erinnern wo ich keine Comics gelesen hab, das ist so ähnlich wie mit dem Computer spielen. Mein Vater mochte schon immer den klassischen franco-belgischen Stil, daher gabs einige Tim und Stuppis, Asterix und Lucky Lukes. Zudem wird in dieser Familie Carl Barks und Dr. Erika Fuchs verehrt, immerhin hatte mein Vater mal mit der deutschen #1 des Mickey Mouse Heftes angefangen (und leider nicht aufgehoben…).
Meine Mutter hingegen hat aus einem germansitik Seminar in der Uni, es ging eher so um die Verrohung der Sprache durch Comics, reden wir also nicht drüber, einige DC und einen Marvel Comic und vorallem secundär Literatur.

Daher sind meine vorallem mit Donald Duck, Asterix und damit verbacht:

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In meinen Teenager Jahren, es kamen gerade der erste X-Men Film ins Kino, hab ich mir dann nochmal die Superhelden Hefte gegeben.
Es spricht jetzt nicht für die Qualität der DC Hefte, Chemiekönig anyone?!, das ich mich in das eine Marvel Heft neu verliebt habe. Es ist übrigens eine Williams-Übersetztung, Die Fantastischen Vier #24, Inhalt sind die FF und die X-Men gegen den Mad Thinker, Android und Puppenspieler, und wie bei Williams üblich, 1/3 Daredevil hintendrin. Ja in den 60ern gab es immer vorne eine ganze Geschichte des Hauptheftes und dann 1/3 eines anderen Helden(teams) dazu.

Dann kam echt Glück dazu, weil ich hab versucht die Daredevil Geschichte zu vervollständigen, und hab bei eBay eine Comicsammlung aufgekauft, für unter 30€, ein rießen Packet mit über 40 Heften mit größtenteils Williams-Übersetztungen.

Danach folgten dann so Sachen:
– wie den 18ten Geburtstag lieber Nachzufeiern und den Tag auf der ComicAction in Essen zu verbringen,
– in der Schule eine Facharbeit in englisch über „Politics and propaganda in Marvel superhero comics, WW2 to 9/11“,
– ein Schlafzimmer mit mehr Shortboxen als Büchern im Regal,
– eine Sammlung an Stricksachen die von Superhelden inspiriert sind,
– und bei Ravelry seit Jahren bei den erst bei den Nerd Wars und jetzt bei Nerdopolis im Comic/Manga-Team zu spielen (und ich sollte mir irgendwann abgewöhnen immer Lorna von den X-Men/X-Factor als Tie-In für grüne Sachen zu nehmen …)

Das Comics übrigens in frühester Kindheit echt prägen können sieht man vll daran, dass mein idealer Mann Ben Grimm aka „Everylovin‘ Blue-Eyed Thing“ von den Fantastic Four ist, und ich die Behandlung von Männern danach richte:

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Aktuell schmolle ich allerdings etwas was Superhelden Comics angeht. Marvel hat gerade kein Fantastic Four Heft im Programm, und ich vermiss meine Familie!, und der Hydra/Nazi-Hype da geht mir etwas gegen den Strich um es freundlich auszudrücken.
Klar ich lese immer noch sowas wie Ms Marvel und Hawkeye, aber es ist halt alles nicht meien Familie.

Agent Carter Oberteil

Ich kann stolz vermelden, das Oberteil ist fertig. Und das schon vor dem Finale des „Film- und Serien-Sew-alongs
War jetzt zwar nicht schneller als gedacht, aber ich war so viel krankgeschrieben die Zeit fürs nähen war einfach da.

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Es passt!
Ok, ich hätte es vor den Photos vielleicht waschen oder bügeln sollen, aber egal, es passt und hat sich ganz hervorragend auf der zweiten Geburtstagsfeier von Schatz gemacht. Da geht auch der dank für die Bilder hin 🙂

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Da ich mich ja aus Gründen immernoch als sehr abenteuerlustigen Anfänger bezeichne, sind die Ecken der Schrägbänder eher chaotisch geworden. Daher hab ich die Ecken alle feinsäuberlich überstickt. Ich hoffe dadurch hält das ganze auch besser, der Stoff fürs Schrägband ist derart fusselig und schlecht zu versäubern gewesen!
Warum die Kanten der Dreiecke leicht gebogen sind weiß ich leider nicht genau, würde aber sollte ich das nochmal nähen Stäbe an den Seiten einnähen.

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Tulpenärmel fand ich ja schon was länger toll, aber das hier sind die ersten die ich auch genäht hab, und ich muss sagen, ich find die toll.

Der Rock ist soweit zugeschnitten, gefüttert und die Seiten sind zusammengenäht.
Gefüttert hab ich die einzelnen Teile statt den ganzen Rock, einen Rock aus Panels in Futterstoff zu nähen und das dann noch mit dem Oberrock zu vereinen, nein, einfach nein. Ich hasse diese Glitschigkeit von Futterstoff einfach.
Daher einfach Futterstoff und Oberstoff rechts auf rechts an den Seiten zusammengenäht, mit 7mm Nahtzugabe, dann alles wieder richtigrum gedreht, gebügelt, nochmal mit 7mm abgesteppt und fertig zum zusammennähen. Ist zwar beachtlich Zeitaufwändig, aber mit weniger fluchen verbunden als „normales“ füttern. Die Nahtzugabe beim Hauptstück sollte dann natürlich über 7mm liegen, bei mir bei 1cm.

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Agent Carter – Probemodell

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Wie beim letzten mal geschrieben war mir mitten beim Muster drucken das Papier ausgegangen, so abends am Pfingssamstag wo man gefühlt ewig nicht einkaufen kann. Dank eines guten Freundes und einer Papierspende konnte ich dann aber doch noch Montags fertig drucken und Valentina- und Zeitungsversion vergleichen.
Ich muss wohl noch etwas üben mit den Darts in Valentina, die Zeitungsversion ist über 1cm größer am Arm als die Valentinaversion. Alles ausserhalb dieser Ecke am Arm passt allerdings.

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Ich hab dann mit der Zeitungsversion ein Probemodell genäht. Oberhalb der Taille passte es super. Unten rum hab ich dann noch etwas Mehrweite reingehauen, es passte zwar, aber ne Jeans hätte ich nicht drunterziehen können.

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Nach einigem suchen, und vielleicht etwas zu viel rumnörgeln auf Twitter, hab ich auch die perfekten Stoffe gefunden. Eine wunderbare königsblaue Biobaumwolle und ein schreiend türkises Polytier für das Schrägband. Ich gebe zu nachdem Trenchcoat vor ein paar Monaten wollte ich keine Schrägbänder mehr selber machen, aber ich hab keine fertigen in der Farbe gefunden.

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(Die Farben lassen sich ürigens verdammt schlecht photographieren)

Den Rest der Woche werde ich dann wohl mit Schrägband herstellen verbringen, für Top und Rock braucht man ja doch ein paar Meter von dem Zeug.

Während der Stoff trocknete hab ich mich dann doch mal dran gemacht einen Rockschnitt zu entwickeln. Es ist ein knielanger Trompetenschnitt, eine hohe Taille und Taschen(!). Immerhin ist einer der Gründe zum selbstnähen ja Taschen, wo man sie will und auch was reinbekommt!

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Agent Carter – Das Muster

Der Serien- und Film-Sew-along war genau die richtige Motivation meinen Grundschnitt neu zu machen. Ich hab mich endlich wieder auf mein Normal/Wohlfühlgewicht gefuttert, aber mit etwas anderen Proportionen als vorher, da musste einiges geändert werden.
Aber, ich weiß auch nicht wie, der erste Versuch passte großartig, keine Falten im Stoff, alle Punkte und Linien da wo sie hingehören, ich war positiv geschockt.

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Bei der Aktion hab ich auch festgestellt, dass das Programm was ich für meine Grundschnitte, Valentina, nutze eine neue Version hatte, also runtergeladen. Man kann jetzt endlich Punkte/Linien spiegeln, verschieben und drehen, da musste ich einfach gucken, ob ich das ganze Muster in Valentine machen konnte. Ich hab vor dann nochmal mit einer „handgemachten“ Version zuvergleichen, da bin ich mir sicher was ich tue.

(Hier würde jetzt ein Bild mit Computer- und Zeitungsversion im Vergleich sein, aber mein Druckerpapier ist alle und die fehlenden 16 Seiten müssen auf nächste Woche warten)

Die Vorderseite hat einen French dart in extra eng, einen etwas tieferen Ausschnitt als das Original und die sehr wichtigen Dreiecke am Ausschnitt.
Das Top endet in der Mitte meiner Hüften, da hab ich Oberteile am liebsten.

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Der Rücken ist unspektakulärer, hier ist nur ein etwas angepasster Rücken als ich ihn normal nähen würde, und ein Reißverschluss vorgesehen.

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Die Ärmel sind noch nicht ganz fertig, aber das werden Tulpenärmel ohne den Puff des Agent Carter Kleids, ich und Puffärmel ist einfach nein.
Das nachmalen des richtigen Bogen unten muss halt warten bis ich den Rücken ausgedruckt hab.

Ob ich jetzt einen Rock dazu mache oder nicht weiß ich noch nicht genau, aber der gehört eh nicht zum FUSSA17, sonst würde das für mich von Spass in Stress umschlagen. Ich hab allerdings genug Stoff gekauft um einen Knielangen Rock nähen zu können!

Ob ichs nächste Woche schaffe ein Probemodell zu nähen weiß ich allerdings nicht. Ich bin nächste Woche dank runden Geburtstags in der Familie anderweitig verplant.

Film- und Serien Sew-a-long ’17

Den Film und Serien Sew-Along hab ich letztes Jahr schon bewundert und beschlossen beim nächsten mal mitzumachen.
Willkommen beim nächsten mal!

Der erste Post ist eigentlich als Inspiration und Ideensammlung gedacht.
Ich hab allerdings schon einen sehr konkreten Plan für mein Projekt.

In der zweiten Staffel „Agent Carter“ hab ich mich in das blaue Kleid aus der (leider Serienfinale) Finalfolge verliebt.
(Wer übrigens mehr Outfits aus der Serie sehen möchte, und ich haben da eine sehr ähnliche Inspiration)

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Mir hat es ja besonders der Ausschnitt angetan. Allgemein hat die zweite Staffel einige sehr hübsche und aussergewöhnliche Ausschnitte. Alle nicht zu sehr „hier Brüste“ aber dennoch Haut zeigend.
Die beiden hier mag ich auch gerne:

Natürlich wird das blaue Kleid nicht eins zu eins kopiert. Ich möchte Alltagskleidung und kein Cosplay, aber Farbe und Ausschnitt bleiben. Die Ärmel bleiben auch Tulpenärmel, allerdings ohne den Puff oben, Puffärmel sind einfach so garnicht was für mich.
Hier gezeigt in einer der besten Szenen der Folge:

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Eigentlich hatte ich geplant das Kleid in ein Top zu verwandeln und so auf Hüfthöhe zu enden. Nachdem ich jetzt allerdings die ganzen Bilder zusammengesucht hab, wäre vll ein Set auch ganz hübsch. Den geraden Rock dazu kann man ja auch mit anderem kombinieren und zusammen hab ich dann das volle Agent Carter Outfit.
Die Entscheidung vertage ich allerdings auf nach das nähen des Tops, sonst verrenne ich mich wieder so in Sachen.

Doppelschokoladenmuffins mit Salzkaramellfüllung

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Letztens war ich bei meiner Nachbarin zum Essen eingeladen und da bringt man als guter Gast ja was nettes für den Nachtisch mit.

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Ich war allerdings gerade schwer verliebt in ein zusammengebasteltes Rezept für Salzkaramellsauce. Gut ich nehm jetzt jede Ausrede um diese Sauce zu kochen und daher wollte ich das auch mit zur Nachbarin nehmen. Nur so ne Sauce alleine ist ja jetzt nicht so der Brüller und ausserdem schwer zu essen. Ich brauchte daher eine Trägersubstanz für die Karamellsauce.

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Und was passt da besser als mein Go-to-Muffinrezept mit Schokolade?
Gesagt getan, und ich und meine Nachbarin waren begeistert.
Wer also auch dringent eine „auch alleine lecker“-Trägersubtanz für Karamellsaucen sucht ist hier richtig.

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Karamell:
100g Zucker
50g Butter
etwas Milch
1TL Salz

Zubereitung:
Butter in Würfel schneiden und bereit stellen.
Den Zucker unter rühren erhitzen und zu einem hellen Karamell kochen.
Butterwürfel nach und nach hinzugeben und vollständig verrühren.
Etwas Milch zugeben, Achtung das blubbert hoch, und unterrühren.
Salz unterrühren und Topf kurz in Wasser stellen um den Kochvorgang zu unterbrechen.
Karamell beiseite stellen und abkühlen lassen.

Muffins:
120 g Zucker
110 g Butter
2 Eier
30 g Kakaopulver
250 g Mehl
170 ml Milch
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
150 g Zartbitterschokolade

Zubereitung
Die Zartbitterschokolade in Stückchen hacken und beiseite stellen.
Zucker und Butter cremig schlagen und die Eier einzeln unterrühen.
Kakaopulver, Mehl, Salz und Backpulver in eine Schüssel geben, verrühren und unter die Buttermischung geben und rühren bis sich alles verbunden hat.
Die Milch dazugeben und verrühren so, dass ein glatter Teig entsteht.
Die Hälfte der Schokostücke unterheben und den Teig auf Muffinförmchen verteilen.
Die restlichen Schokostückchen auf den Muffins verteilen.
Die Muffins bei 190°C ca. 20 Minuten lang backen.

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Muffins erkalten lassen.
Mit einem spitzen Messer einen Kegel in den Muffin schneiden.
Den unteren Teil des Kegels abschneiden und vernaschen.
Das entstandenen Loch im Muffin mit Karamell füllen.
Deckel wieder draufsetzten und genießen.